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Blaetterkatalog_Stadtdesign2018

Aufpflasterungen Bürgersteig – wird durch Poller, Geländer, 39 Fahrdynamisch wirksame Aufpflasterungen, wie beispielsweise sogenannte „Berliner Kissen“, sind die effektivste Form der Geschwindkeitsdämpfung. Neben der fahrdynamischen gibt es auch stets eine psychologische Wirkung, da die Elemente höher wirken, als sie tatsächlich sind. Tipp: Aus gestalterischen Gründen wird für Aufpflasterungen grundsätzlich die schwarze Ausführung empfohlen, da diese auch nach Jahren ihr Aussehen nicht verändert. Plateau-Aufpflasterungen sind stets großflächigen Teilaufpflasterungen vorzuziehen, besonders wenn Radfahrer die Straße mitbenutzen. Zudem bleibt die Wasserführung erhalten. Deshalb werden hier nur Beispiele für Plateau- Aufpflasterungen vorgestellt. Plateauaufpfasterung im Streckenbereich; Straßenbreite mind. 3,30 m. Geteilte Plateau-Aufpflasterungen bieten höchstmögliche Flexibilität: Busse und LKW können diese geteilten Plateaus praktisch ungehindert überfahren. Der seitliche Abstand zwischen geteilten Aufpflasterungen darf 120 cm nicht übersteigen. Sonst versuchen Autofahrer über die Fahrbahnmitte – zwischen den Aufpflasterungen – „hindurchzuschlüpfen“. Das seitliche Umfahren der Aufpflasterung – über den Pflanzbeete u.ä. verhindert. Geteilte Plateauaufpflasterung im Streckenbereich; Straßenbreite mind. 5,80 m. Geteilte Plateauaufpflasterung im Kreuzungsbereich; Straßenbreite mind. 5,80 m. Die im öffentlichen Bereich eingesetzten Aufplasterungen (Mindestmaß 180 x 300 cm) aus Recycling-Gummi bieten zusätzliche Vorteile: 1. Sie werden von allen Fahrzeugen problemlos überfahren. 2. Sie bieten eine maximale Überfahr- Schalldämmung. 3. Der Effekt der Verkehrsberuhigung ist eher flächenhaft als punktuell. Die ebenfalls gelegentlich im öffentlichen Bereich vorzufindenden (Fahrbahn-) Schwellen haben Nachteile gegenüber den (längeren) Aufpflasterungen, da deren kurze Überfahrlänge eine eher stoßförmige, fahrdynamische Wirkung erzielt. Schwellen sind dadurch nur punktuell wirksam und führen nicht zu der gewünschten linienförmigen Verkehrsberuhigung. Auch die deutlich höheren Lärm- emissionen beim Überfahren sprechen gegen den Einsatz in Wohngebieten. Schwellen können deshalb für öffentliche Straßen nur in Ausnahmefällen empfohlen werden.


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